Fashion Portraits on a Budget: Therese Asplund zeigt im Workshop, wie's geht
- Stephanie Wittmer
- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Therese Asplund kommt aus Schweden, hat wahrscheinlich jeden Fotowettbewerb gewonnen, den es zu gewinnen gibt, und sie macht Fashion-Looks aus Seidenpapier, Verpackungsfolie, Fliegengitter und Plastikflaschen. Wer das noch nie gesehen hat, war beim Fashion Portraits Workshop von Therese beim richtigen Event.
Natürliches Licht – und warum es manchmal Hilfe braucht
Der Morgen gehörte dem Licht. Therese erklärte, warum sie fast immer mit Blitz arbeitet, auch on location und auch dann, wenn es eigentlich hell genug wäre. Ihre Begründung ist einfach und einleuchtend: Das Auge sieht mehr als die Kamera. Wer diesen Unterschied nicht ausgleicht, verliert entweder den Himmel oder das Gesicht. Ein kleiner Lichtimpuls reicht oft, um Grünstiche zu eliminieren, Augen aufzuhellen oder Kontraste zu zähmen. Und wird es richtig macht, sieht man es nicht.
Haute Couture aus dem Baumarkt
Danach ging es ans Eingemachte. Therese zeigte, wie sie ihre Shoots plant, wie Moodboards die Bildsprache definieren und woher ihre Ideen kommen: Museen, Serien, Instagram, Begegnungen im Alltag. Das Model für einen ihrer bekanntesten Shots hat sie an der Kasse ihres Supermarkts entdeckt.
Und dann wurde gebastelt. Das Konzept ist simpel und gleichzeitig verblüffend effektiv: minimales Equipment, maximale Kreativität. Therese arbeitete mit zwei Sets am gleichen Model – der wunderbaren Anouk Maria, gestylt von Anita Steiner – morgens in Rot, nachmittags in Gold, und baute die Outfits live vor Ort aus Seidenpapier und Wabenverpackungspapier. Der Wow-Effekt war garantiert, weil man mit eigenen Augen sah, wie aus nichts etwas Aussergewöhnliches entsteht.
Ein Fashion Portrait Workshop, der garantiert in Erinnerung bleibt
Was bleibt, ist nicht nur Inspiration, sondern auch eine handfeste Erkenntnis: Man braucht kein riesiges Budget, um Bilder zu machen, die auffallen. Man braucht eine Idee, ein bisschen Mut und vielleicht einen Gang durch den Baumarkt. Fotos: Caroline Staeger Text: Stephanie Wittmer


























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